Öffnungszeiten

Mo-Fr: 9 – 18 Uhr
Sa: 9 – 14 Uhr

Adresse

Hanfelder Str.15
82319 Starnberg
Tel: 08151-1 34 88

 
 

Oh je, das Kind ist krank! Seit zwei Tagen will es nichts essen, nichts trinken und nichts spielen, sondern am liebsten still und matt herumliegen. Weil es noch recht klein ist, hapert es auch an der Kommunikation. So richtig lässt sich nicht herausfinden, ob vielleicht der Kopf oder der Bauch weh tut oder ob dem Kind schlecht ist. Die Temperatur ist tagsüber nur leicht erhöht, steigt aber jeweils in der Nacht deutlich an. Seufz, aber so kann es nicht weitergehen – das Kind muss zum Arzt. Oder sollen wir lieber doch noch einen weiteren Tag und eine weitere Nacht abwarten? So richtig schlimm scheint der Nachwuchs ja doch nicht krank zu sein. Und ein Termin bei der Kinderärztin ist kein Spaß, denn schließlich muss dazu das Kind dorthin transportiert werden, im Wartezimmer mit anderen kranken – und eventuell ansteckenden – Winzlingen ausharren und überhaupt ist so ein Arztbesuch kein Vergnügen. Darin zumindest sind sich alle Eltern einig.


Sollen wir zum Kinderarzt?
Wie schnell und oft die Praxis des Kinderarztes oder der Kinderärztin aufgesucht wird, ist sehr individuell. Manche Eltern sitzen schon bei einem leichten Schnupfen im Wartezimmer, andere kommen erst mit einem hoch fiebernden Kind. Tatsächlich ist es auch gar nicht so einfach, die richtige Entscheidung zu treffen, denn Kinder reagieren sehr unterschiedlich auf Erkrankungen. Die einen sind schon bei harmlosem Husten und Schnupfen völlig platt, die anderen hüpfen trotz Magen-Darm-Infekt fröhlich durch die Wohnung. Kinderarztpraxen beobachten allerdings, dass heutige Eltern sehr viel früher ärztlichen Rat suchen als noch vor einigen Jahren. Die Unsicherheit, den Zustand seines eigenen Kindes einzuschätzen, scheint ebenso gewachsen zu sein, wie die Angst, etwas falsch zu machen.

Wenn Sie sich zum Arztbesuch mit Ihrem Kind entschieden haben, sollten Sie folgende Unterlagen grundsätzlich dabeihaben:
- die Krankenversicherungskarte
- das Vorsorgeheft
- den Impfpass


Gut vorbereitet in die Kinderarztpraxis
Meist ist nicht nur das kranke Kind beim Arztbesuch aufgeregt, sondern auch der begleitende Elternteil. Um der Ärztin oder dem Arzt alle wichtigen Informationen geben zu können, schreiben Sie am besten vorher kurz zusammen, welche Symptome Ihnen aufgefallen sind: Wenn Fieber, wann und wie hoch? Fasst sich das Kind öfters als sonst an einen bestimmten Körperteil? Trinkt und isst es normal oder deutlich weniger, hat es Durchfall? Schreckt es immer wieder aus dem Schlaf auf und beginnt sofort heftig zu weinen (das könnte zum Beispiel auf Schmerzen hinweisen) und tritt bei anderen Kindern im Umfeld (Kita, Nachbarschaft, Freunde) gerade vermehrt eine bestimmte Erkrankung auf?
Am besten, Sie schreiben sich auch gleich noch die Fragen auf Ihren Notizzettel, die Ihnen auf dem Herzen liegen. So sind Sie für den Besuch in der Kinderarztpraxis gut präpariert und können nichts vergessen.


Kinder mit einbeziehen
Mindestens genauso wichtig ist es allerdings, auch Ihr Kind vorzubereiten. Erklären Sie ihm möglichst genau, weshalb Sie mit ihm zum Arzt, zur Ärztin gehen und was dort vermutlich passieren wird. Durch geduldige und einfühlsame Beschreibungen können Sie so Ihrem Kind einige Ängste nehmen. Verharmlosen sollten Sie den Arztbesuch allerdings nicht. Versprechen Sie nie, dass es „ganz bestimmt nicht weh tun wird“, denn falls tatsächlich eine Spritze oder eine Blutabnahme nötig sein sollte, werden Sie Ihr Versprechen nicht einhalten können und Ihr Kind fühlt sich getäuscht. Keine gute Voraussetzung für den nächsten Termin – und der kommt früher oder später garantiert!
Was Kindern außerdem hilft: Das Lieblings-Schmusetier, das Lieblingsbuch zum Vorlesen, eine kleine Knabberei und etwas zu trinken und natürlich sehr viel körperliche Nähe zu Mama oder Papa. Und als Trost darf man auch ruhig für einen erfolgreich absolvierten Arztbesuch eine kleine Belohnung in Aussicht stellen, etwa einen Ausflug in den Zoo oder das Lieblingseis.

Zum Schluss noch zwei hilfreiche Adressen im Internet: Allgemein verständliche und abgesicherte Informationen zu Diagnosen und Therapien von kranken Kindern (und ein Quizz „Kinder und Krankheiten“) bietet die Website des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) unter www.gesundheitsinformationen.de

Ein hilfreiches Portal betreibt auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für Eltern mit Kindern aller Altersstufen unter www.kindergesundheit-info.de